Eine Woche, die weit über klassischen Unterricht hinausgeht: Mit dem Erasmus+-Projekt „WIR“ hat die Oberschule aus Pausa erneut gezeigt, wie lebendig europäischer Austausch sein kann. Vier Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 reisten gemeinsam mit ihren Lehrkräften Herrn Kratz und Frau Lindemann-Weihermüller nach Sizilien, wo sie vom 8. bis 14. März an einem internationalen Programm teilnahmen.
Schon die Ankunft machte deutlich, worum es bei Erasmus geht: Begegnung. Nach der Landung wurden die Jugendlichen gemeinsam mit dem Bus in die Stadt gebracht, wo sie bereits von ihren Gastfamilien erwartet wurden. Für viele begann damit nicht nur eine Reise ins Ausland, sondern auch in einen völlig neuen Alltag – geprägt von italienischer Gastfreundschaft und direktem kulturellen Austausch.
Der offizielle Start der Projektwoche führte die Gruppe ins Herz von Catania. Auf der belebten Piazza Stesicoro erkundeten die Jugendlichen zunächst die Innenstadt. Ein kultureller Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: der Besuch des englischsprachigen Musicals Dr. Jekyll and Mr. Hyde. Die Aufführung verband eindrucksvoll Theatererlebnis und Sprachpraxis – ein Auftakt, der bei vielen noch lange nachwirkte.
Am folgenden Tag stand die Arbeit in der Partnerschule im Mittelpunkt. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in internationalen Teams zusammen. Schnell wurde deutlich: Trotz unterschiedlicher Herkunft verbindet sie mehr, als sie trennt.
Im Zentrum stand das Thema Integration. Offen und ehrlich tauschten sich die Jugendlichen darüber aus, welche Ängste, Herausforderungen, aber auch Chancen damit verbunden sind. In spielerischen Übungen gelang es ihnen, Sprachbarrieren Schritt für Schritt abzubauen. Englisch wurde dabei ganz selbstverständlich zur gemeinsamen Sprache – nicht perfekt, aber lebendig und verbindend.
Ein unvergesslicher Höhepunkt der Woche war die Exkursion zum imposanten Mount Ätna, dem höchsten aktiven Vulkan Europas. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler ein außergewöhnliches Naturgefühl: Bei Temperaturen von nur etwa 8 Grad sorgten die Höhe und die intensive Sonne dafür, dass es sich wie sommerliche 25 Grad anfühlte – und das mitten im Schnee. Diese besondere Kombination aus Kälte, Sonne und schneebedeckter Landschaft beeindruckte die Gruppe nachhaltig.
Anschließend führte die Reise weiter in die Küstenstadt Taormina, wo man einen spektakulären Blick auf das Meer und eine kleine Shoppingtour genießen konnte.
Am Freitag fand die Projektwoche ihren offiziellen Abschluss: Bei einem Treffen der Koordinatorinnen und Koordinatoren wurden Zertifikate überreicht und die gemeinsamen Erlebnisse gewürdigt. Doch was bleibt, geht über Urkunden hinaus.
Das Erasmus+-Projekt „WIR“ macht seinem Namen alle Ehre. Es zeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für ein gemeinsames Europa sind. Die Schülerinnen und Schüler aus Pausa kehrten nicht nur mit neuen Eindrücken zurück, sondern auch mit gewachsenem Selbstvertrauen, verbesserten Sprachkenntnissen und einem erweiterten Blick auf die Welt.
S. Kratz
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